Love&Sexuality Spirit&Healing

Das Spiel von Nähe und Distanz

By on 18. Mai 2017

Ich saß in der U-Bahn und mein Herz klopfte wie wild. „Schreibt er – schreibt er nicht?“ Alles in mir war unruhig, emotionales Chaos, Angst und weit weg von innerem Frieden. Schrieb er tatsächlich, analysierte ich stundenlang den Wortwechsel auf WhatsApp, ja analysierte, wie emotional nah oder fern er mir gerade war … und ob er vielleicht nur so tat, als ob. Schrieb er mir nicht, neigte ich dazu, so zu tun, als würde er mir ohnehin nichts bedeuten und suchte die Linderung meines Schmerzes in einer gespielten Flucht in die Distanz. Dies war der Beziehungsalltag in einer Beziehung, die von einem permanenten Wechsel aus Nähe und Distanz geprägt war. Eine Beziehung, die dazu in der Lage war, allen Schmerz, alles Kämpfen um Liebe, alle Selbstzweifel und Ängste des Verlassen Werdens in mir zu mobilisieren und mich mit voller Schubkraft auf den Weg der Heilung drängte.

All dies ist nun mehrere Jahre her. Und ich liebe diesen Menschen, typisch für Seelenpartner-Beziehungen, noch immer. In einer Partnerschaft sind wir trotzdem schon lange nicht mehr. Es fühlt sich friedlich an, wir haben losgelassen und ich habe den höheren Sinn dieser Beziehung erkannt und längst Bewusstsein darüber entwickelt, was in dieser Beziehung für mich zu lernen und zu heilen war.

Für viele sensitive Seelen da draußen sind solche emotional oft unglaublich anstrengenden Seelenpartner-Beziehungen, die auf höherer Seelenebene dem Zwecke der Heilung und des persönlichen Wachstums dienen, ein wahrer Transformations- und Erkenntnisbooster aus ihrem Weg, ganz nach dem Motto „Je größer der Schmerz, desto größer das Heilungspotenzial.“

Weil ich weiß, wie weh das tun kann, habe ich großes Mitgefühl mit dir, wenn du in einer solchen Beziehung steckst oder dich immer wieder mit solchen Beziehungs-Dynamiken konfrontiert siehst.

Deshalb möchte ich alle Erkenntnisse und Erfahrungen mit dir teilen, dir potenzielle Wege der Heilung aufzeigen und deinen Schmerz lindern. Here we go!

Was uns das Spiel von Nähe und Distanz über unsere Muster verrät

Ich erinnere mich gut daran, wie ich besagtem Menschen stets subtil den Vorwurf der Beziehungsunfähigkeit machte, ja felsenfest davon überzeugt war, dass er derjenige sei, der durch seine Bindungsangst eine stabile Partnerschaft verhindere. Heute weiß ich: Es war die vom Ego stets gewählte Opfer-Position, die mich zu solchen Gedanken verleitete.

Das Spiegelprinzip ist unerbittlich: Egal, wer in der Partnerschaft den vermeintlich distanzierten oder den vermeintlich bedürftigen Part einnimmt. Beide teilen die Wunde des verlassenen Inneren Kindes, das unglaubliche Angst vor Kontrollverlust und dem Gefühl des Ausgeliefert seins – sich selbst und dem Partner gegenüber –  ja Panik davor hat, erneut verletzt und verlassen zu werden. Während der eine Part aus dieser oft unbewussten Panik heraus, klammert – sei es offensichtlich oder auf subtile Art und Weise – und mit allen Mitteln und Strategien um Liebe und Zuwendung kämpft, ergreift der andere Part immer wieder die Flucht. Weil er aus seinem verletzten inneren Kind heraus Angst hat, zu verletzen, zu enttäuschen, zu viel Verantwortung übernehmen zu müssen und meist Schwierigkeiten hat , sich auf gesunde Art und Weise abzugrenzen, sprich die zwei Grundbedürfnisse nach Nähe und Freiheit auf gesunde Art und Weise auszubalancieren. Dieses Fluchtverhalten wiederum treibt das Innere Kind des bedürftigen Parts schier in den Wahnsinn, die Verletzung der Verlassenheit wird auf schmerzvollste Weise angetriggert und das Ego setzt alles daran, auch hier als bloßen Schutzmechanismus die Strategie der Flucht oder der gespielten Unabhängigkeit anzuwenden, ja die so massive Bedürftigkeit in die Tiefen des Unterbewusstseins abzuspalten.

Die Konsequenz ist erstaunlich: Ist der einst bedürftige Part auf einmal vermeintlich unabhängig und frei, kann ein radikaler Rollenwechsel erfolgen. Denn kaum wähnt sich der einst distanzierte Part auf Grund der emotionalen Abgrenzung seines Gegenspielers in Sicherheit, keine Erwartungen mehr zu erfüllen oder zu viel Verantwortung übernehmen zu müssen, will er seinen Partner zurück. Und kann in diesem Zusammenhang selbst urplötzlich klammerndes, bedürftiges Verhalten an den Tag legen. Weil dies dem einst bedürftigen Part das Gefühl von Sicherheit, Stabilität und die Hoffnung auf den finalen Durchbruch vermittelt, lässt er sich in der Regel recht schnell wieder auf die Beziehung ein. Und das Spiel aus Nähe und Distanz geht in eine weitere Runde.

Interessant hierbei: Egal ob dieses Spiel bewusst und im offenen Austausch miteinander oder subtil und ohne die Kommunikation über die involvierten Emotionen ausgetragen wird. Auf energetischer Ebene ist die Konsequenz die gleiche: Emotionale Verstrickungen, die ein gesundes Loslassen von beiden Seiten verhindern und ein nie enden wollendes Drama, das beiden Seiten immer wieder großes Leid bereitet.

Und egal, ob wir immer aus der Angst vor zu viel Verantwortung oder der Unfähigkeit heraus, gesunde Grenzen zu setzen in unseren Beziehungen immer wieder auf Distanz gehen oder völlig bedürftig nach Nähe lechzen. Die Wurzel dieser zwei sich nur an der Oberfläche widerstrebenden Verhaltensmuster ist die gleiche:

Wir sind nicht in unserer Kraft, nicht in unserer Selbstliebe, nicht in unserer eigenen Ganzheit verankert, die uns ermöglichen Erfüllung in uns selbst zu finden und die zwei völlig natürlichen Bedürfnisse nach Nähe und Distanz auf ein gesundes Maß einzupendeln. So fühlen wir uns in unseren Beziehungen ohnmächtig, ausgeliefert, ja haben ständig die Tendenz, uns zu verlieren. Wir schwanken hin und her zwischen zwanghafter Bedürftigkeit und zwanghaftem Streben nach Unabhängigkeit, tauschen dabei immer wieder die Rollen und können in diesem emotionalen Auf und Ab oft nicht die tiefere Ursache dieses Wechselspiels erkennen. 

Der Weg der Heilung: Selbstliebe

Erkennst du dich in einem derartigen Beziehungsmuster wieder, ganz egal welche Rolle du in diesem Spiel auch einnimmst, solltest dein Fokus ganz dir selbst gelten anstatt weiterhin in Schuldzuweisungen oder Vorwürfen zu verharren, die nichts anderes als eine Strategie deines Egos sind, den Schmerz der Ohnmacht von dir abzuspalten und nach außen zu projizieren.

Erkenne, dass dein Gegenüber dir jene Emotionen und Muster spiegelt, die geheilt werden möchten und dass das Drama zwischen euch nichts anderes als ein Abbild deines eigenen inneren Dramas ist. Das Drama der Verlassenheit. Des Verloren seins. Das Drama jener Glaubens- und Gefühlsmuster, die dich klein halten und dich davon abhalten, Ganzheit in dir selbst zu finden.

Das Aussteigen aus der Opferposition, aus den dir bekannten Beziehungsmustern erfordert die Entscheidung zur Eigenverantwortung und zur radikalen Ehrlichkeit mit dir selbst und deinem Partner. Dies wird dir nicht ganz leicht fallen, weil es dich deinen Gefühlen der vermeintlichen Wertlosigkeit noch näher bringt. Doch umso größer ist die Chance, auf direktem Wege direkt zu den Traumen, negativen Erfahrungen und Glaubenssätzen zu bringen, die deine bedingungslose Selbstliebe verdunkeln.

Wo erkennst du in deinen jetzigen Beziehungen Parallelen zum Verhältnis zu deinen Eltern? Welche Wunden der Verlassenheit aus deiner Kindheit trägst du aus deiner Kindheit mit dir herum, Wunden, die dein Inneres Kind nach wie vor peinigen, sodass es dich aus dem Unterbewusstsein heraus oft mit intensiver Verlustangst prägt? Wo verlässt du dich selbst, um nicht verlassen zu werden? Wo hast du deine Verletzlichkeit von dir abgespalten, ja dir selbst ein Stück deiner eigenen Ganzheit geraubt und hast eine Schutzmauer um dein Herz gebaut? Ja, wo hast du aufgehört dir selbst bedingungslose Selbstliebe zu schenken, in welchen Bereichen fällt es dir schwer, deine innerste Wahrheit auszusprechen und dich zu zeigen mit allem was ist, deinem Licht ebenso wie deinem Schatten?

Es ist die Heilung und Transformation all jener Glaubens-und Gefühlsmuster, die dich dir selbst näher bringt. Die die bedingungslose Selbstannahme, ja dein inneres Strahlen in dir kultiviert. Und die dich alleine dazu befähigt, auf einem Fundament stabiler Selbstliebe Beziehungen auf Augenhöhe zu führen, ohne dich zu verlieren, deine Bedürfnisse aufzuopfern, ständig um Liebe zu kämpfen und deinem Partner abzuverlangen, dass er als Heilsbringer deine innere Leere stopft.

Selbstliebe ist der Schlüssel zu Beziehungen, in denen das Spiegeln der inneren Dramen und der inneren Leere einer Verbundenheit von Herz zu Herz weicht, die die Mauern der Angst sprengt. Einer Verbundenheit, die sich so viel friedlicher anfühlt als die emotionale Achterbahnfahrt, die uns aus dem Wechselspiel von Nähe und Distanz so sehr vertraut ist.

Gehe diesen Weg der Heilung, diesen Weg der Selbstliebe, Schritt für Schritt, so wie du ihn fühlst …

… Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Falls du dich nun inspiriert fühlst und dich nach einem Heilungsbooster in Sachen Selbstliebe sehnst, laden wir dich herzlich zu unserem Selbstliebe-Workshop “Summer of Self-Love” ein, indem du dir und deiner inneren Ganzheit ein großes Stück näher kommen kannst. Reaktiviere dein inneres Strahlen, das von dunklen Glaubens-und Gefühlsmustern über dich selbst überschattet ist, bring mit uns gemeinsam das in die Heilung, was dich klein hält und verliebe dich in dich, das Leben und das, was dich aus tiefstem Herzen antreibt: Den Weg zu dir selbst!

Mehrere Infos und Details zur Anmeldung findest du hier.

So much love,

Dein

ludwig_unterschrift

 

 

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Ludwig
Berlin

Ich will dich durch kraftvolle Heil-und Coaching-Impulse zu deinem ganz persönlichen Seelenrave inspirieren! Seelenraven heißt, dass du dein SEIN, deine ganz persönliche Wahrheit zum Leuchten bringst. Du du deine Ängste, Blockaden und destruktiven Glaubenssätze transformierst, Heilung in den Tiefen deiner Seele findest und dich in Selbstliebe, Kraft und Klarheit verankerst. Du deine Verletzlichkeit würdigst und genau darin die Stärke eines offenen Herzens erkennst. Lass uns gemeinsam seelenraven! Lass uns gemeinsam SEIN!

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