Love&Sexuality Spirit&Healing

Endlich gut genug!

By on 1. Juni 2017

Uns allen ist die spirituelle Phrase, dass wir vollkommen, ja perfekt seien, so wie wir sind, wohl bekannt. Es gibt wohl keinen Lebensratgeber, in der nicht von diesem so wohlklingenden Satz Gebrauch gemacht wird. Ja, es ist schön zu hören, vollkommen zu sein so wie man ist. Trotz aller Fehler, trotz aller Mängel, trotz all dem, was wir an uns ablehnen und absolut nicht liebevoll annehmen können, so wie es uns auch immer nahegelegt wird.

Doch kannst du es auch fühlen, vollkommen, ja absolut gut genug zu sein, so wie du bist? Fühlen in jeder Zelle deines Körpers, in deinem Körper, in deiner Seele, in deinem Geist?

Ich will dir nichts schlecht reden. Und wenn du diese Frage aus tiefstem Herzen nun mit einem JA beantworten kannst, freue ich mich für dich. Doch meiner Wahrnehmung nach haben die wenigsten Menschen eine tief in ihrem Sein verankerte Grundüberzeugung, dass sie gut genug seien, so wie sie sind. Woran das liegt?

Niemals gut genug? 

Die Geschichte des Gefühls „falsch zu sein, so wie man ist“ kann ihren Ursprung bereits im Mutterleib haben. Nämlich dann, wenn wir keine Wunschkinder, ja eigentlich unerwünscht seitens unserer Eltern, unserer Mutter im Besonderen sind. Ich erinnere mich gut daran, dass ich als hochsensibler kleiner Junge schon immer tiefe Schamgefühle in mir trug, mich am Liebsten dauernd verstecken wollte und mir jeder Kontakt mit fremden, mir nicht absolut vertrauten Kindern Angst einjagte. Natürlich konnte ich diese Angst damals nicht einordnen, in ihrer ganzen Tiefe begreifen. Doch sie war da. Und irgendwann als Teenager hatte ich dieses irgendwie sehr bewegende Gespräch mit meiner Mutter, indem sie mir gestand, dass sie mich eigentlich gar nicht haben wollte – so sehr sie sich auch darum bemühte – und mir deswegen nach wie vor große Schuldgefühle hegte. Ich hatte großes Mitgefühl mit meiner Mutter, ja konnte ihre Situation absolut nachempfinden. Doch gleichzeitig begriff ich, dass damit der Grundstein für meine Empfindung des „Nicht gut genug seins“, des „Unerwünscht seins“ gelegt wurde.

Wenn nicht schon im Mutterleib, werden wir als kleine Kinder, ursprünglich fest im Vertrauen in uns selbst, ins Leben, in unsere Fähigkeiten verankert, spätestens dann in unserem Selbstwert desillusioniert, wenn die ersten gesellschaftlichen und familiären Konditionierungen auf uns einprasseln. Wir die Welt nicht mehr verstehen, wenn wir geschimpft werden für etwas, was ganz natürlich aus uns fließt. Vielleicht, weil es Schamthemen unserer emotionalen Bezugspersonen auslöst, für deren Klärung sie eigentlich selbst verantwortlich wären, die aber guten Gewissens und meist mit einer tatsächlich wohl gesinnten, auf tieferer Ebene aber gefährlichen Intention auf uns abgewälzt werden.

Weil wir als Kinder radikal abhängig von der Liebe und Zuwendung unseres Umfeldes sind, haben wir keine andere Wahl, als unterbewusst den Wahl der Schmerzvermeidung einzuschlagen und uns Strategien anzueignen, die uns in unseren Augen so liebenswert wie möglich erscheinen lassen. Dies wird in der Pubertät, in der wir versuchen, unseren Platz im Leben zu finden, unser kindliches Vertrauen in uns selbst und das Leben aber bereits erschüttert ist, weiter verstärkt. Die Programmierung „Ich bin nicht gut genug“ ist bereits fest in unserem System verankert und wir beginnen wie wahnsinnig einer makellosen Version von uns Selbst hinterher zu jagen, um den Schmerz des mangelnden Selbstwertes, für das was wir wirklich sind nicht spüren zu müssen.

Die Flucht vor dem Schmerz: Zwanghafte Selbstoptimierung

Unsere Reaktion auf diese schmerzvollen Gefühle des „Falsch seins“, „Nicht Richtig seins“, all den Schamgefühlen ist die radikale Kontrolle. Wir wollen das Leben kontrollieren. Unsere Mitmenschen kontrollieren. Und vor allem uns selbst kontrollieren. Die Welt. Unsere Beziehungen. Unseenr Job. All dies erscheint uns als ein unsicherer Ort, dem wir schutzlos ausgeliefert sind, wenn wir nicht weiter kontrollieren, nicht weiter streben nach Selbstoptimierung, um noch besser, noch größer, noch erfolgreicher, ja noch makelloser zu werden. Genau davon verspricht sich unser Ego Sicherheit, Kontrolle und vor allem Liebe. Nie wieder bestraft werden für das, was wir sind. Nie wieder Ablehnung erfahren. Nie wieder diesen Schmerz den Schmerz von Liebesentzug spüren müssen. NIE WIEDER NICHT GUT GENUG SEIN!

Was wir in diesem nahezu zwanghaften Streben nach Selbstoptimierung, in der Flucht vor dem „Nicht gut genug seins“ oftmals nicht erkennen: So wichtig es auch ist, unsere Kraft anzunehmen und unser Leben nach unserer inneren Wahrheit zu gestalten, können wir das Leben nicht kontrollieren. Und solange wir uns im schier ewigen Kreislauf zwanghafter Selbstoptimierung befinden, werden wir niemals gefühlte Vollkommenheit in uns selbst finden. Weil sich immer wieder neue Mängel, neue Defizite auftun werden, die wir auszugleichen versuchen werden, weil es immer wieder neue Ziele zu erreichen geben wird. Das liegt in der Natur der Sache. Im Fluss des Lebens. Im Weg unserer Seele.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wo der Unterschied zwischen einer gesunden Herangehensweise, ja echter, gesunder Selbstverbesserung und einem zwanghaft auferlegten Selbstoptimierungs-Korsett liegt?

Du handelst aus der Liebe zu dir selbst, aus der Liebe zum Leben, aus einer tieferen inneren Wahrheit und nicht aus der Angst heraus, nicht gut genug zu sein und dafür mit Ablehnung bestraft zu werden.

Endlich gut genug – So geht’s! 

Es wäre vermessen, dir zu erzählen, dass für das Loslassen aller Gefühle des „Nicht gut genug seins“ und dem ganz automatisch damit verbundenen Schmerzvermeidungsmechanismus der Selbstoptimierung ein bloßes Erkennen dieser Muster ausreicht. Bewusstwerdung ist stets der erste fundamentale Schritt zur Heilung.

Vorhin habe ich bereits erwähnt, dass uns zwanghaften Selbstoptimierern das Ur-Vertrauen ins Leben und in uns fehlt. Und dass wir uns deswegen nach wie vor – meist geschieht dies ganz unterbewusst – parallel im Selbsthass und der Selbstablehnung gefangen halten, um nicht aus dem Kreislauf der zwanghaften Selbstverbesserung aussteigen, uns dem Leben hinzugeben und somit die Kontrolle vertrauensvoll abgeben zu müssen.

Erinnere dich daran: Das „Ich bin nicht gut genug“- Muster, so sehr es dich auch manchmal zu quälen scheint, dient dir auf tieferer Ebene um deinen Angst vor weiterer Selbstablehnung, ja deine Angst vorm Leben zu lindern.

Meiner Wahrnehmung nach müssen sich drei magische Glaubenssätze in uns stärken, um das Gefühl des „Nicht gut genug seins“ durch heilsame Selbstliebe und heilsames Vertrauen ins Leben und in dich und deine Fähigkeiten zu ersetzen.

Ich nehme mich so an, wie ich bin. Ich vertraue mir selbst. Ich vertraue dem Leben. 

Höchstwahrscheinlich spürst du Widerstand, wenn du diese Affirmationen nun für dich aussprichst, speziell in Phasen, in denen du dich entfernt von deiner Selbstliebe fühlst. Natürlich tust du das.

Spüre in dich hinein: Wie viele schmerzvolle Erfahrungen der Ablehnung, ja Schocks und Traumen des „Falsch seins“ so wie du bist, sind in deinem Körper, in deinem Geist, in deiner Seele gespeichert, ja halten dich fest in der Vorstellung, du müsstest immer noch besser sein, damit du diesen Schmerz nie wieder spüren kannst. Aus der Erfahrung mit mir selbst und meinen Klienten weiß ich, wie viele gar nicht so sehr offensichtliche Traumen sich unterbewusst in unserem Leben abgespielt, ja tiefe Wunden hinterlassen haben, die im verdrängten, ungeheilten Zustand nach wie vor ihre schmerzvolle Ladung durch negative Glaubenssätze und Handlungsmuster entfalten.

Dem Streben nach allumfassender Selbstliebe, dem Streben nach dem Gefühl „Endlich gut genug zu sein“ fehlt ein wichtiger Grundpfeiler, wenn wir nicht Schritt für Schritt jenen Schmerz – alle damit verbundenen Gefühlsladungen und negative Glaubenssätze über uns selbst und das Leben – in die Heilung bringen, den wir durch das unterbewusste Festhalten an Selbstablehnung und alle damit verbundenen Mechanismen der ungesunden Selbstoptimierung nie wieder spüren möchten.

Du darfst auf diesem Weg lernen, dass du in Wahrheit immer vollkommen warst und dass dieses innere Licht der Vollkommenheit, das in den Tiefen deiner Seele strahlt nur überlagert ist von Ängsten, unerlöstem Schmerz und negativen Gefühlsladungen. Du darfst auf diesem Weg lernen, dieses innere Licht Stück für Stück wieder “freizuschaufeln” und dich dabei dem Leben und dir selbst voller Demut und Geduld hinzugeben. Ich sende dir Liebe und Kraft für diesen Weg!

Falls du einen heilsamen und kraftvollen Schritt raus aus der Illusion des “Nicht gut genug seins” in Richtung allumfassender Selbstliebe für dich tun möchtest, laden wir dich voller Vorfreude zu unserem Selbstliebe-Workshop “Summer of Self-Love” in Berlin, Hannover, Köln, München oder Hamburg ein. Gemeinsam erschaffen wir einen Raum für Heilung, bedingungslose Selbstannahme und grenzenloses SEIN in tiefer Verbundenheit mit dir selbst!

Mehrere Infos und Details zur Anmeldung findest du hier. 

So much love

Dein

ludwig_unterschrift

 

 

 

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Ludwig
Berlin

Ich will dich durch kraftvolle Heil-und Coaching-Impulse zu deinem ganz persönlichen Seelenrave inspirieren! Seelenraven heißt, dass du dein SEIN, deine ganz persönliche Wahrheit zum Leuchten bringst. Du du deine Ängste, Blockaden und destruktiven Glaubenssätze transformierst, Heilung in den Tiefen deiner Seele findest und dich in Selbstliebe, Kraft und Klarheit verankerst. Du deine Verletzlichkeit würdigst und genau darin die Stärke eines offenen Herzens erkennst. Lass uns gemeinsam seelenraven! Lass uns gemeinsam SEIN!

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