Ich sehe wahnsinnig viele Seelen dort draußen, die in toxischen Beziehungen feststecken und sich förmlich unbewusst mit ihrem Gegenüber geeinigt haben, im gemeinsamen Sumpf ungeheilter Themen und Emotionen stecken zu bleiben und sich gegenseitig in der eigenen Entwicklung zu blockieren.

Was ist also eine toxische Beziehung? Und beinhalten nicht auch gesunde Beziehungen Herausforderungen, die sich erst einmal schmerzvoll anfühlen? Wo liegt der Unterschied? Und wie können wir uns davon lösen, wenn wir in einer toxischen Beziehung feststecken?

Die Grenze zwischen einer „gesunden“ und einer „ungesunden“ Beziehung ist schmal. Jede Beziehung ist von Natur aus ein Spiegel und kann uns nur das an Liebe, Verbundenheit und Respekt widerspiegeln, was wir uns selbst und auch unserem Gegenüber entgegen bringen können. Wo verletzte Innere Kinder in uns im Außen um Liebe und Erlösung kämpfen, können wir sicher sein, dass wir diesen Anteilen auch in unseren Beziehungen begegnen werden. In uns selbst. Wie auch in unserem Partner. Nehmen wir die Lernaufgabe an und gehen einen Weg der Heilung, der uns zu neuen Stadien an Selbstverbundenheit und innerer Ganzheit führt, ändert sich unser inneres Resonanzfeld. Die Konsequenz: Entweder die Beziehung verliert für uns an Attraktivität und wir spüren einen natürlichen Drang, weiterzuziehen oder wir erreichen auch ein neues Stadium an Verbundenheit mit unserem Partner, der sich wie von alleine für tiefere Prozesse der Selbstheilung und damit auch für die Beziehung an sich öffnet. Die zweite Variante findet in der Regel nur statt, wenn die Beziehung wirklich noch der höheren Wahrheit entspricht und es dem höchsten Wohl beider Akteure entspricht, sich miteinander weiterzuentwickeln. Wird die spirituelle, emotionale und seelische Kluft zu groß (und dies geschieht wie von selbst durch unser natürliches Wachstum oder eben durch den Widerstand dagegen), ist in der Regel kein gemeinsamer weiterer Weg mehr möglich und die Beziehung löst sich wie von selbst, bzw. …Ob sie zu einer Freundschaft wird, sich unsere Wege vollkommen trennen oder was auch immer sich gerade richtig anfühlt, können und sollten wir nicht kontrollieren oder mit eigenen Konzepten überladen. Hier sind Loslassen und Hingabe an die höhere Wahrheit gefragt.

Es ist nicht an mir, ein Urteil darüber zu fällen, ob du eine toxische Beziehung führst oder nicht. Du alleine kannst es fühlen. Und wenn du dich der höheren Wahrheit verpflichtest, immer und immer wieder, bis sich die Schleier deiner anhaftenden Ego-Stimmen lichten, wirst du immer intensiver spüren, ob du den Weg aus der Beziehung hinaus oder in die Beziehung hinein gehen solltest. Es kann sein, dass sich das Gefängnis, in dem du dich befindest immer unerträglicher anfühlt. Oder du umgekehrt fühlst, dass euer Weg noch nicht zu Ende ist. Eine Meinung habe ich natürlich trotzdem.

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Ungesunde Beziehungen beginnen meiner Ansicht nach dort, wo wir miteinander festkleben, obwohl wir spüren, dass der Weg zu Ende ist. Wo wir uns an Illusionen, Projektionen und Konzepte klammern, uns aneinander festklammern, uns noch weiter und tiefer verstricken, weil die Vorstellung und die Angst, ohne einander zu sein bewusst oder unbewusst so mächtig ist, dass der Duft der Freiheit, der uns durch ein Beziehungsende entgegenweht, noch vom Gestank der Angst übertüncht wird. Wenn du spürst, dass es an der Zeit ist, zu gehen – und dieses Gespürt wird immer und immer wieder da sein, so sehr es auch auch von anderen Emotionen und von den tausend verlustängstlichen, bangenden und hoffenden Stimmen deines Egos überlagert sein mag – und du trotzdem nicht gehen kannst, dann frage dich:

1. WORIN LIEGT MEINE GRÖßTE ANGST, LOSZULASSEN? Wenn du dir ein wenig Zeit nimmst, auf Tuchfühlung mit diesen Ängsten zu gehen, werden sich zunächst viele Stimmen der Angst zeigen. Gehe in die Meditation. Sei mit deiner Angst, lausche ihr, spüre sie, werde eins mit ihr und dringe immer weiter zu ihrem wahren Kern durch. Meistens stoßen wir dabei auf tief verwurzelte schmerzvolle Glaubenssätze und unverarbeitete Gefühle, die diese Angst schüren und um Erlösung rufen. Wo wir Ängste wirklich im Körper fühlen, annehmen, liebevoll mit ihnen eins werden und aufhören, sie zwanghaft loswerden zu wollen, da brechen wir die Identifikation mit ihnen. Wahrscheinlich versuchst du durch das Festhalten an der ungesunden Beziehung nur das Gefühl von tiefer Wertlosigkeit zu umschiffen, auf das du stoßen würdest, wenn du die Beziehung verlassen und in ein vermeintlich tiefes Loch der Einsamkeit fallen würdest.

2. WAS MACHT MICH SO WÜTEND UND WO FÜHLE ICH MICH SCHULDIG? Unfrieden, Wut und Schuld sind die größten Beziehungskleber und schaffen immer weiter neue ungesunde Resonanzen, die in ihrer dramatischen Ladung und Leidenschaft dann auch noch gerne mit Liebe verwechselt werden. Ein weiterer Klassiker: Tiefe Schuldgefühle, die dir suggerieren, du würdest deinen Partner im Stich lassen, wenn du ihn verlässt. Die tiefere Wahrheit hiervon ist: Im Kern ist das, was dich an deinem Partner so sehr schmerzt, was dich wütend macht oder dich schuldig fühlen lässt, nur ein Teil in dir, der nach Erlösung ruft. Welche verletzten, schuldigen, wütenden Inneren Kinder auch dahinterstecken mögen. Heile sie. Befriede sie. Schenke Vergebung. Dir selbst und dann deinem Partner, um den Strick des Schmerzes zu lösen, mit dem ihr euch gegenseitig die Luft zum Atmen nehmt.

3. WO VERSUCHE ICH MEINEN PARTNER IN ROLLEN ZU DRÄNGEN, DENEN ER NICHT GERECHT WERDEN KANN? Beziehungsweise: Wo steckst du in Schwelgereien, Projektionen und Illusionen fest, die dir suggerieren, dein Partner könnte deine Bedürfnisse doch noch erfüllen. All dies ist wie ein energetisches Lasso, mit dem dein Inneres Kind versucht, deinen Partner doch noch dazu zu bringen, dass er es endlich so liebt, wie er es sich immer gewünscht hat. Mit diesen Illusionen versetzt du dich selbst in eine Art Koma, das dir ermöglicht, weiterhin in einer Lüge paralysiert zu sein als den Weg der Wahrheit und Befreiung zu gehen. Kümmere dich gut um das Innere Kind in dir, das einfach nicht loslassen möchte, immer wieder in Träume, Fantastereien und Projektionen verfällt und … WACH AUF! Sei klar! Nimm deine Projektionen zurück, finde Frieden und nimm durch den Weg der Selbstheilung deinen Partner dort an, wo er gerade steht. Genau. Dort wo er gerade steht. Nicht wo er stehen könnte, wenn er an sich arbeiten würde. Aus langjähriger Erfahrung meine ich zu wissen: Die Energie, die du darin investierst, um deinen Partner zu therapieren, zu ändern oder auf einen Weg der Heilung zu drängen, darfst und solltest du zu dir zurückholen und in deine Selbstheilung investieren! Alles andere ist co-abhängig und dient in der Regel nicht in deinem Partner sondern nur deinem sicherheitsbedürftigen Ego, das sich durch die Therapeutenrolle Macht verschaffen oder sein schlechtes Gewissen beruhigen möchte. Tu dir also den Gefallen: Schenk deinem Partner die Freiheit von deinen Projektionen und befreie dich dadurch auch selbst von deinen ungesunden Anhaftungen und Verstrickungen.

Verpflichte dich der höheren Wahrheit der Beziehung anstatt in den Hoffnungen, Ängsten und Leiden unerfüllter Bedürftigkeiten deines Egos stecken zu bleiben. Schenk dir selbst einen Raum radikaler Ehrlichkeit, wo du dich und deinen Partner in Ketten legst und treffe bewusst die Entscheidung, diese Ketten zu sprengen.

Wo du den Weg der Heilung und inneren Befreiung gehst, gehst du den Weg der Herzöffnung und damit jenen zu geheilter, erfüllter Partnerschaft fernab des Kerkers von Erwartungen, Konzepten und Dramen co-abhänginger, verletzter Innerer Kinder. Ich freue mich darauf, dich auf diesem Weg durch meinen Beziehungsworkshop „LOVE (W)HOLY“ zu unterstützen und ihn durch kraftvolle Healing Tools zu bereichern, die destruktive Beziehungsmuster und Ängste transformieren und dich zum Thema Beziehung und Partnerschaft wertvolle Schritte in deine innere Mitte gehen lassen. Alle Infos und Details zur Anmeldung zu den Workshops in Muc, Köln, Berlin, HH, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Dresden und Wien findest du hier: >> https://bit.ly/2kUhwGF

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Dein Ludwig