Du kannst versuchen, all deine Schwächen auszumerzen. Du kannst endlos nach Licht und Liebe Streben. Du kannst in deinen Beziehungen den perfekten Partner mimen – einen Partner, der nichts braucht und alles zu geben bereit ist. Ich habe all das getan. Doch weißt du, was übrig bleibt? Innere Leere. Das Gefühl nicht ganz zu sein. Und die Geschichte “nicht gut genug zu sein”, obwohl du dich doch so sehr anstrengst.

FALLS EIN STÖRKONTAKT ZWISCHEN UNS UND UNSERER VERLETZLICHKEIT BESTEHT UND WIR DIESEM ASPEKT DIE ERLAUBNIS ENTZOGEN HABEN ZU “SEIN”,  WERDEN WIR UNS NIEMALS LEBENDIG FÜHLEN UND AUCH IN UNSEREN BEZIEHUNGEN IMMMER WIEDER IN GEFÜHLEN VON INNERER LEERE UND DES “NICHT GUT GENUGS SEINS” STRANDEN – TROTZ ALLEN PERFEKTIONS- UND UNABHÄNGIGKEITSSTREBENS.

Wir alle haben früher oder später begonnen, diesen wertvollen Teil unserer Selbst von uns abzuspalten, weil der Schmerz sonst unerträglich geworden wäre und wir nicht in dem Maße weiter hätten funktionieren können, wie es uns damals abverlangt wurde und wie wir auch selbst es von uns abverlangt haben. Wir alle haben Strategien entwickelt, unsere Weichheit, unsere Verletzlichkeit, unsere Empfindsamkeit zu unterdrücken, durch Masken zu verbergen oder sie so sehr ins Außen zu projizieren, dass wir sie nicht mehr länger als Teil unserer Selbst anerkennen müssen. Wir alle tragen Glaubenssätze in uns, die uns suggerieren, wir wären falsch, “zu viel” oder zu intensiv, wenn wir diesen Anteilen eine Bühne in unserem Leben geben würden.

DASS DU DEINE VERLETZLICHKEIT VON DIR ABGESPALTEN HAST, MERKST DU DARAN, …

  • dass du von dir ein Selbstkonzept entwickelt hast, das stark und gefühlt einseitig an Unabhängigkeit und Stärke orientiert ist
  • dass du demnach in Beziehungen immer die Rolle des / der “Starken , Unabhängigen” eingenommen hast
  • dass du du entweder vollkommen mit einer Opfer-Rolle identifiziert bist ODER auf keinen Fall ein Opfer sein möchtest (beides bezeugt, dass deine Verletzlichkeit nicht in deine Innere Mitte integriert ist und sie dich unterbewusst beherrscht) – vielleicht schwankst du auch zwischen den beiden Extremen hin und her.
  • dass es dir schwer fällt, dich in Beziehungen verletzlich zu zeigen und du das Gefühl hast nicht gut genug oder zu viel zu sein, wenn du schwach, empfindlich oder verletzlich reagierst. Überall dort wo Anteile unserer Selbst mit Selbstablehnung und Scham überlagert sind, ist auch die Verlustangst nicht weit.
  • dass du dich in Beziehungen aufopferst und das Gefühl hast, du müsstest dein Gegenüber tragen, weil du insgeheim nicht mit seiner / ihrer Schwäche und Hilflosigkeit zurechtkommst
  • dass deine Partner gemäß dem Spiegelprinzip im Übermaß jene Verletzlichkeiten ausagieren, die du selbst von dir abgespalten hast
  • dass du in Sachen Persönlichkeitsentwicklung unterbewusst versuchst, all deine Verletzlichkeiten “auszumerzen”
  • dass du dich – wie erwähnt – innerlich leer und irgendwie nicht lebendig fühlst.

An einem gewissen Punkt in unserer Entwicklung will dieser Verletzlichkeit ganz bewusst ins Auge geschaut werden. Es sind keine Ausweichmanöver, keine Verdrängungsstrategien und kein “Schönreden” in Beziehungen mehr möglich! Das Gute daran:

WO UNSERE VERLETZLICHKEIT VON SCHULD, SCHAM & SELBSTABLEHNUNG BEFREIT WIRD, SIND WIR WEDER “OPFER” NOCH UNABHÄNGIGE ROBOTER.

Sie beherrscht uns nicht mehr länger aus der Dunkelheit unseres Unbewussten sondern ist liebevoll in unserem Herzen integriert, sodass wir weder dagegen ankämpfen müssen noch das Gefühl haben, in ihr zu ertrinken. Eine liebevolle Annahme unserer Verletzlichkeit, macht uns weicher und mitfühlender mit uns selbst, lindert unsere Angst, verlassen und verletzt zu werden und desillusioniert unseren selbstauferlegten Druck, in Beziehungen stets perfekt sein zu müssen, um geliebt zu werden.

WAS UNS DABEI HILFT, UNSERE VERLETZLICHKEIT ZURÜCK IN UNSERE SELBSTLIEBE ZU INTEGRIEREN

(1) “SCHATTENARBEIT”  – als Schatten bezeichnen wir alles, was wir von unserer Selbstliebe ausgeklammert, ins Unbewusste verdrängt und durch Kompensationsstrategien begonnen haben, zu verdrängen. Es ist wahnsinnig wichtig, dass du lernst, deine Verletzlichkeit anzunehmen, mit ihr Frieden zu schließen und dich den Ängsten, die damit einhergehend auf liebevolle Weise zu stellen. Kannst du dein Herz für den Anteil in dir öffnen, der laut deines Egos “zu viel”, “zu feinfühlig”, “zu verletzlich” ist? Kannst du ihn als Teil deiner Selbst anerkennen, ihn liebevoll SEIN lassen, ohne ihn ändern oder transformieren zu wollen? Welche Ängste hindern dich daran? Welche Widerstände und Glaubenssätze zeigen sich? Vielleicht möchtest du einen emotionalen Brief an deine Verletzlichkeit schreiben, dich mit ihr unterhalten, all deinen Gefühlen freien Lauf lassen und dich dann mit ihr versöhnen. Immer und immer wieder. Alles, was dich aufweicht und deine erstarrten Widerstände in Bewegung bringt, sodass sie losgelassen und transformiert werden können, ist ideal für dich!

(2) DAS FÜHLEN LERNEN UND MITGEFÜHL MIT DIR SELBST ENTWICKELN!  – Verschluckt wirst du von deinem Schmerz nur, wenn er von dir dissoziiert, abgespalten oder verdrängt ist. Hart und streng mit dir selbst wirst du nur so lange sein, bis du gelernt hast, deine Gefühle filterfrei anzuerkennen und zu “durchfühlen”. Mach es dir zu einer Angewohnheit (und das bedarf tatsächlich einer gewissen Portion Training, Übung und Disziplin”), deine Gefühle vollständig zu durchfühlen. Was auch immer in dir auftauchen mag: Du darfst es fühlen! Verlagere den Fokus von der leidvollen Story, die in deinem Kopf herumspukt, hinunter in deinen Körper, wo sich diese negative Geschichte als leidvolles Gefühl manifestiert. Hangle dich in Gedanken hinunter in deinen Körper, fokussiere dich auf das Gefühl, werde sanft, weich und schenke ihm die Weite deines Atems. Tauche vollständig darin ein! Wo du dich selbst fühlst, entwickelst du Mitgefühl mit dir selbst. Und wo du Mitgefühl mit dir selbst entwickelst, lässt du über kurz oder lang dein einseitiges Streben nach Perfektion, Kraft und Unabhängigkeit los, das dir suggeriert, du seist nur liebenswert, wenn du dieser Rolle gerecht wirst.

(3) TRANSFORMATIVE KOMMUNIKATION! Weißt du, was das Gute an Beziehungen ist? Sie werden dir nicht gestatten, deine Fassaden der Stärke und Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten und deine Verletzlichkeiten wie von selbst über die Trigger deines Partners an die Oberfläche holen. Sind wir im Unfrieden mit unserer Verletzlichkeit, haben wir früh begonnen, diese Anteile zu schützen und zu verteidigen, ja wahnsinnig in ihre Verdrängung und Rechtfertigung investiert. Dies ist übrigens der Grund, warum wir Konflikte als so anstrengend empfinden. Weil wir so sehr damit beschäftigt sind, unsere Emotionen zu zügeln. ich empfehle dir, die Waffen und Strategien, mit denen du dein authentisches Selbst zu verbergen versuchst, Stück für Stück loszulassen. Konflikte zu nutzen, um an die Wurzel deiner verdrängten Emotionen zu gelangen, ohne davor deiner Harmoniesucht das Ruder zu überlassen oder bereits in den “Alles ist gut”-Modus zu wechseln (obwohl du merkst, dass ihr gemeinsam noch nicht an der Kernemotion, sprich am emotional wunden Punkt, um den es wirklich geht, angekommen seid). Auch dies erfordert Mut und Überwindung. Doch nichts ist befreiender, als wenn du während eines Konfliktes bis zur quälenden Kernemotion durchdringen, Frieden mit ihr schließen und dich deinem Gegenüber damit zeigen kannst.

SETZ ES IN DIE PRAXIS UM! In meinem Beziehungsworkshops “Love (W)oly” bekommst du wertvolle Tools und Inspirationen mit an die Hand, eine liebevolle Beziehung zu dir selbst zu entwickeln und dadurch offen und empfänglich für erfüllte Partnerschaft zu werden – fernab von Bindungs- und Verlustängsten und dem “Brauchen und Fordern” deines Egos, das dich in einer Spirale aus Abhängigkeit und Selbstaufopferung feststecken lässt. INNERE GANZHEIT, FREIHEIT UND INTEGRITÄT sind der Schlüssel für authentische, erfüllte Verbundenheit in unseren Beziehungen, in denen wir sonst immer wieder über unsere “Ich bin nicht gut genug”-Muster stolpern. DER WEG LOHNT SICH UND ER FÄNGT BEI DIR AN. IMMER! 

Falls du Lust auf Eigenverantwortung und einen Weg der inneren Freiheit hast, freu ich mich sehr, dich in meinen Workshops in Berlin, München, Wien, Stuttgart, Köln, Dresden oder Hamburg zu sehen. Alle Termine und Infos zur Anmeldung findest du hier: >> https://seelenrave.de/love-wholy-beziehungsworkshop/

Mögest du ganz und glücklich sein,

Dein