Ich glaube, dass alles einen höheren Sinn hat und Menschen nicht umsonst in unser Leben treten. Alle Begegnungen halten eine Lektion für uns bereit. Sowohl die positiven als auch die negativen Erfahrungen führen uns im Laufe des Lebens immer mehr in die Selbsterkenntnis. Immer mehr in die Kenntnis darüber, wer wir sind, was wir wollen und was wir nicht wollen.

Speziell Liebesbeziehungen können wahre Bewusstseins-Booster sein. Indem sie uns auf oft schmerzvolle Weise den Spiegel vorhalten und dadurch unsere emotionalen Baustellen aufzeigen. 

Deshalb sollten wir nicht der Walt-Disney-lllusion verfallen, dass in Liebesbeziehungen immer und überall eitel Sonnenschein zu herrschen hat. Wahrhaftig intensive, liebeserfüllte Beziehungen fordern und fördern unser persönliches Wachstum. Und das kann weh tun.

Trotzdem beobachte ich immer wieder Menschen, die in einer Beziehung feststecken. Einer Beziehung, die ihnen nicht gut tut und sie in ihrer weiteren Entwicklung blockiert.

Um mit dem Fluss des Lebens zu gehen, ist es wichtig, Partner loszulassen, wenn wir mit ihnen in einer Sackgasse angelangt sind. Dann ebnen wir Wege für neue, großartige Möglichkeiten.

An diesen 5 Symptomen erkennst du, dass deine Beziehung nicht (mehr) stimmig ist

1. Die Vision, die du von deinem weiteren Leben hast, hat keinen Platz mehr für deinen Partner. Leben heißt Veränderung. Und oftmals spüren wir entgegen unserer ursprünglichen Pläne, dass es uns in eine neue Richtung drängt. Weil wir einen Sinneswandel erfahren haben, der uns auf einen Weg führt, den wir nicht gemeinsam mit unserem alten Partner gehen wollen. Ein Weg, der uns eine neue Version von uns selbst aufzeigt, die nicht mit der alten Beziehung kompatibel ist. Und das ist okay so! Heiße die Veränderung willkommen, freue dich auf die Zukunft und lasse all das los, was du nicht auf diesen neuen Weg mitnehmen willst. Weil dein Ego Kontrolle liebt und Veränderung verabscheut, wird es wahrscheinlich gegen die Trennung rebellieren. Lass dich vom Gedankenterror nicht manipulieren und vertraue auf deine Herzenswahrheit.

2. Zweifel sind deine ständigen Begleiter. Wie gesagt: Es sei davor gewarnt, bei jeder Art von emotionaler Aufruhr gleich die ganze Beziehung in Frage zu stellen: Liebe tut manchmal weh – zu unserem höchsten Wohl. Oftmals wird aus einem emotionalen Impuls heraus ein völlig unnötiges Beziehungsende provoziert, das spätestens nach Abkühlung der Emotionen wieder revidiert wird. Wenn du aber einen permanenten inneren Konflikt mit dir austrägst, ja selbst in den vermeintlich blühenden Zeiten eurer Beziehung Zweifel hegst, solltest du definitiv gehen. Dann sind die Zweifel nämlich kein Mind-Fuck, der sich aus negativen Emotionen speist, sondern ein Leitfaden deines Herzens.

3. Du verbiegst dich, um die Beziehung aufrecht zu erhalten. In seiner Gier nach Liebe ist unser Ego ein wahrer Meister darin, Strategien zu entwickeln, um jeglicher Form von Liebesentzug aus dem Weg zu gehen. Hast du große Angst, verlassen zu werden und öfters mal das Gefühl, nicht gut genug zu sein? Dann wirst du dazu neigen, dich unbewusst in ein Beziehungsschema pressen, ja eine Version deiner selbst mimen, die nicht deiner wahren Natur entspricht. Mach dich emotional nackig und lebe in Beziehungen deine innerste Wahrheit. Nur so merkst du, ob dein Partner dich für das lieben kann, was du wirklich bist. Musst du dich des Beziehungsglückes wegen verstellen, wirst du darin niemals langfristig Erfüllung finden.

4. Die Beziehung laugt dich aus. Die Signale unseres Körpers sind seine ganz persönlichen Wunderwaffen, um dir aufzuzeigen, was dir gut tut und was nicht. Gibt dir deine Beziehung Kraft? Oder entzieht sie dir Energie, lässt dich müde und unausgeglichen fühlen?

5. Das Fundament deiner Beziehung ist Angst, nicht Liebe. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen dort draußen destruktive Beziehungen führen, deren Antriebsfeder nicht die Liebe sondern die Angst ist. Die Angst davor, alleine dazustehen. Die Angst davor, nie wieder einen Partner zu finden. Die Angst davor, authentisch die innerste Wahrheit auszusprechen. Ist es der Mangel an Selbstliebe und die daraus resultierende Angst, die dich in eine Beziehung pfercht, die dir nicht gut tut? Na dann weißt du, was zu tun ist!

Hast du für dich erkannt, ob du in einer für dich gesunden Beziehung lebst oder ob es an der Zeit ist, liebevoll eine neue Richtung einzuschlagen? 

Zum Schluss möchte ich dir noch eine Affirmation mit auf den Weg geben, die dein Unterscheidungsvermögen für gesunde und ungesunde Liebesbeziehungen schärfen sollte:

“Ich gebe mir die Erlaubnis, Beziehungen zu leben, in denen ich radikal ich selbst sein kann – mit all meinen Stärken und all meinen Schwächen. Ich lasse mich von der Liebe in meinem Herzen leiten und akzeptiere liebevoll, wenn mich mein Herz dazu drängt, loszulassen und neue Wege zu gehen.”

Bussis auf’s Herz,

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